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Homepage, aber bitte richtig

Wer online nicht gefunden wird, den gibt es auch nicht!

In meiner Beratungspraxis begegnen mir die unterschiedlichsten Homepages und ich werde auch häufig um Feedback gebeten. Von völlig gruselig bis richtig klasse habe ich schon alle Abstufungen gesehen und eines ist den meisten gemein: sie ist aus der Sicht, der Perspektive der Tagesmutter geschrieben und nicht aus der Sicht des Kunden, d.h. der abgebenden Eltern.

Was heißt das konkret?

Es wird die komplette Konzeption auf der Seite verarbeitet. Als Schrift werden Fonts gewählt, die weder professionell noch modern sind (Beispiel: Comic Sans). Die eingesetzten Farben lassen eine gute Lesbarkeit vermissen. Gefunden habe ich Bilder mit Smileys auf den Gesichtern der abgebildeten Kinder oder es gab Seiten, auf denen gar keine Bilder sind zu finden.

Richtig spannend finde ich immer wieder die Frage, warum die Homepages so verspielt sein müssen mit Bärchen, Segelschiffchen oder Blümchen. Was hat das mit einem professionellen Dienstleistungsangebot zu tun. Ganz schwierig wird es dann, wenn das Impressum, die Datenschutzrichtlinien und die Quellen der Bilder nicht genannt werden – das sind Abmahngründe, die richtig teuer werden können.

Einmal aufräumen bitte!

Wenn Du eine richtig gute Homepage entwickeln möchtest gibt es so einige Dinge die Du richtig, aber auch falsch machen kannst. Als erstes solltest Du Dir eine Struktur Deiner Homepage überlegen:

  1. Anzahl der Seiten. Welche Seiten sind wirklich notwendig?
  2. Welchen Inhalt möchtest Du auf Deiner Homepage veröffentlichen? Auch da gibt es einige Informationen, die notwendig sind und andere, die Du getrost weglassen kannst.
  3. Wen möchtest Du ansprechen? Da schließt sich der Kreis zum Thema Businessplan: dort definierst Du Deine Zielgruppe (und das sind niemals alle – das Wort „Gruppe“ zeigt schon, dass es eine Auswahl beschreibt)
  4. Was möchtest Du mit der Homepage erreichen? Neugierig machen oder alle Informationen raushauen?

Du siehst, vor einer Homepage sind einige Hausaufgaben zu machen. Auch wenn Du die Homepage von einem Dienstleister oder einem Bekannten machen lässt – diese Fragen musst Du immer vorher für Dich beantworten, ansonsten wird eine Homepage, die viel Zeit und eventuell auch Geld gekostet hat, nur ein von den vielen Homepages, die nicht leben, weil das niemanden interessiert.

Wie geht es richtig?

Bei meinen Recherchen habe ich zwei Interessante Zitate gefunden (beide von Jakob Nielsen, Dr. für Webseiten-Gebrauchstauglichkeit):

“A bad website is like a grumpy salesperson!”

“User don’t read!”

 

Beides kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Aber was heißt das nun konkret für Dich? Eine schlechte Homepage ist wie ein hässlicher Verkäufer – möchtest Du bei einem unsympathischen Verkäufer eine Ware kaufen? Hast Du Vertrauen darin, dass seine Produkte und Dienstleistungen Deinen Ansprüchen genügen? Oder bevorzugst Du einen Verkäufer oder eine Verkäuferin, die Dir sympathisch ist, die Kompetenz ausstrahlt und Dir ein gutes Gefühl vermittelt, die richtige Entscheidung zu treffen? Entscheide einfach mal für Dich und betrachte dann nochmal kritisch Deine Homepage.

Das zweite Zitat ist für Dich noch viel wichtiger: User (Besucher Deiner Homepage) don’t read (lesen nicht)! Hä, wie? Sollst Du jetzt nur noch Bildchen und Grafiken mit buntem Hintergrund auf Deine Homepage packen?

Nein, so ist das nicht gemeint, aber es beschreibt, wie Besucher Deiner Homepage Deine Inhalte konsumieren. Sie lesen nicht Wort für Wort, sondern scannen den Inhalt und entscheiden dann, ob es interessant ist oder nicht. Das erklärt auch die sehr kurzen Verweildauer Deiner Leser auf Deiner Homepage (hast Du schon mal was von Google Analytiks gehört? Da kannst Du sehen, welche Seiten auf Deiner Homepage am meisten betrachtet werden, wie lange die Besucher dortbleiben, wie die Besucher auf Deine Seite gekommen sind und noch vieles mehr).

5 Basics für Deine erfolgreiche Homepage

  1. Darstellung

    1. Überschriften
    2. Hervorgehobene Stichworte
    3. Aufzählungszeichen
    4. Kurze Sätze
    5. Neutrale und objektive Sprache
    6. Kurz und knackig – keinen langen schriftlichen Abhandlungen
  2. Startseite

    1. Worum geht es auf Deiner Seite – kurz und prägnant
    2. Besucher sollte nicht scrollen müssen
    3. Kontaktmöglichkeit
  3. Bilder

    1. Benutzer lieben Bilder – versorge Deine Seite mit professionellen Bildern
    2. Du als Person stehst im Mittelpunkt
    3. Deine Räumlichkeiten strahlen die Atmosphäre aus
    4. Bilder von Deiner Ausstattung zeigen Deine Kompetenz
  4. Über mich-Seite

    1. Wer bist Du?
    2. Wo kommst Du her?
    3. Warum machst Du, was Du tust?
    4. Was können die Eltern von Dir erwarten?
  5. Zahlen|Daten|Fakten

    1. Welche Betreuungszeiten bietest Du an?
    2. Was kostet Deine Dienstleistung?
    3. Wie ist der Ablauf?
  6. Notwendigkeit

    1. Impressum
    2. Datenschutzrichtlinie
    3. Quellenverzeichnis für Bilder/Zitate

Wenn Du diese Basics für Deine Homepage beherzigst, wirst Du professionell im Netz gefunden werden. Wenn Du mehr über Marketing in der Kindertagespflege erfahren möchtest bist Du herzlich eingeladen, Mitglied in unserer kostenfreien Facebook-Gruppe Tagesmütterheldin zu werden.

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